Wirtschaftliche Effekte

 Durch die Planung, den Bau und den laufenden Betrieb eines Ferienparks werden erhebliche regionalwirtschaftliche Effekte ausgelöst.

Anhand einer Studie der Wenzel Consulting AG, Hamburg, die für den Center Parcs Bispinger Heide in der Lüneburger Heide im März 2009 erstellt wurde, werden hier analoge Effekte erwartet.

 Diese können in quantifizierbare oder eher qualitative Effekte unterschieden werden. Quantitative (monetäre) Effekte sind:

  •  Effekte in vor- und nachgelagerten Wirtschaftsstufen 
    • Ausgaben der Gäste ·          
    • Umsatzeffekte ·          
    • Wertschöpfungseffekte ·          
    • Beschäftigungseffekte ·          
    • Fiskalische Effekte ·          
    • Multiplikatoreneffekte  
  • Qualitative Effekte sind:     
    • Tourismuseffekte
    • Identifikationseffekte          
    • Image- und Werbeeffekte          
    • Infrastruktureffekte          
    • Katalysatoreneffekte   

 In dem genannten Gutachten kommt die Wenzel Consulting AG zu folgenden Erkenntnissen:

"Zusammenfassend lässt sich sagen, dass CP Bispingen sich in signifikanter Weise positiv auf die regionale Ökonomie der nördlichen Lüneburger Heide auswirkt. Es werden durch CP Bispingen erhebliche positive Arbeitsplatz- und Einkommenseffekte in der Region kausal verursacht. Trotz der Bindewirkung des CP Bispingen für Gäste stärken deren Ausgaben innerhalb und außerhalb des Center Parcs massiv den lokalen Arbeitsmarkt und führen zur Stabilisierung oder Erhöhung der Einwohnerzahlen und Stärkung der kommunalen Haushalte. Besonders vor dem Hintergrund mangelnder wirtschaftlicher Alternativen darf man im ländlichen Raum diese ökonomischen Effekte nicht unterschätzen. In Summe ergeben sich folgende jährliche Effekte in der Region, die durch CP Bispingen geschaffen werden: "          

  • Brutto-Umsatzwirkungen in der Region von 60,0 Mio. EUR
  •  Netto-Umsatzwirkung in der Region von 53,5 Mio. EUR       
  • Regionale Wertschöpfung (=regionale Einkommen) von 19,4 Mio. EUR 
  • Fiskalische Wirkung auf die Region von etwa 1,3 Mio. EUR
  • Anzahl der umgerechneten Vollzeitstellen rd. 807 Kräfte
  • Beschäftigungsverhältnisse (inkl. Teilzeit, Aushilfen) gut 1.200 Arbeitsverträge  

Somit hat Bispingen erhebliche regionalwirtschaftliche Effekte ausgelöst, die nicht zuletzt den Ausbau der touristischen Bedeutung der Region, Beschleunigung des Strukturwandels im Heidetourismus (Erlebnistourismus, Saisonverlängerung) sowie der regionalen Wirtschaftskraft zu Gute kam. Aufgrund des eigengenerierten Übernachtungsaufkommens sind keine Verdrängungseffekte zu anderen Einrichtungen festgestellt worden. Vielmehr wird die Attraktivität der Region durch die zunehmende Öffnung des CP Bispingen gestärkt. Ausgangspunkt der Ermittlung der regionalökonomischen Effekte sind die im letzten Geschäftsjahr (2007 / 2008) erzielten knapp 850.000 Übernachtungen. Wird zukünftig eine höhere touristische Nachfrage generiert, führt dies zu einer proportionalen Steigerung der kommunalwirtschaftlichen Effekte."

Dem Vorhaben wird neben der rein arbeitsmarktstrukturellen Bedeutung eine positive Auswirkung auf die Regionalwirtschaft und die Tourismus- Infrastruktur zugemessen. Man kann davon ausgehen, dass die Region für touristische Zielgruppen erschlossen wird, die ansonsten in einem anderen Ferienpark als Urlaub im Allgäu gemacht hätten. Es kann dennoch davon ausgegangen werden, dass negative Auswirkungen auf bestehende touristische Strukturen nicht erfolgen, sondern eher Synergieeffekte zwischen den bestehenden Einrichtungen und dem neu entstehenden Ferienpark zu erwarten sind.

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